Resilienz-Tipp des Monats Dezember 2022 – Digital Detox

Resilienz-Tipp des Monats Dezember:

„Digital Detox“

Unbewusste Ablenkung durch das Internet und Social-Media

Eigentlich willst du nur mal kurz in deinen Social Media Kanal schauen, was es Neues gibt. Und schwupp`s sind 30 bis 60 Minuten deines Lebens vergangen, ohne dass du es bewusst mitbekommen hast. Wichtige Lebenszeit verrinnt. Sicher kennst du diese Situation.

Digitale Medien lenken schnell ab und animieren dich dazu, immer weiter in die Welt der News und Likes einzutauchen. Andauernd werden dir neue Bilder und Stories gezeigt. Du siehst dabei, wie wundervoll das Leben Anderer ist, und vergleichst es mit deinem Leben.

Isolation von der Außenwelt

Hast du wenig Sozialkontakte in der realen Welt, besteht die Gefahr der sozialen Isolation. Deine Kontakte und Freunde auf deinen Kanälen, erscheinen dir als reale Freunde. Du wirst von deren Likes und Kommentaren abhängig. Nur wenn du genügend Likes für deine Posts erhältst, fühlst du dich geliebt und wertgeschätzt. Bleiben die Kommentare und Likes aus, fühlst du dich schlecht – dein Selbstwertgefühl leidet. Besteht diese soziale Isolation länger, können psychische Erkrankungen die Folge sein (u.a. Depressionen).

„Doomscrolling“ 

Gerade in der heutigen Zeit ist es schwer, sich von den oftmals negativen Nachrichten in den Medien nicht runter ziehen zu lassen. Wo man auch hinschaut, überall Krisen, Kriege, Konflikte und wirtschaftliche Einschränkungen. Auch das Klima spielt verrückt und die allgemeine Unsicherheit wächst dadurch in uns allen. Wenn du dich zu intensiv mit diesen negativen Nachrichten befasst, wird das „Doomscrolling“ genannt. Das Wort setzt sich aus den engl. Wort Doom (zu deutsch: Untergang, Verderben) und der Handbewegung auf dem Bildschirm beim Schauen von Nachrichten (scrollen) zusammen. Je mehr solcher Nachrichten du dir anschaust, desto mehr davon wird dir durch den Algorithmus der Medienkanäle auch angezeigt. Unser Gehirn schenkt Ereignissen die negativ für uns sein könnten, oder sogar eine Bedrohung darstellen, automatisch mehr Aufmerksamkeit, als positiven Dingen. Das ist evolutionär so angelegt, um schnell auf Gefahren reagieren zu können. Das exzessive Betrachten von schlechten Nachrichten führt verstärkt zu Ängsten und kann auch depressiv machen. Die Bedrohungen erscheinen existenziell und das eigene Gedankenkarussell ist kaum noch zu stoppen. Schlafstörungen, Daueranspannung und das Gefühl der Hilflosigkeit, können ebenfalls Folgen von zu viel negativem Nachrichtenkonsum sein.

„Fear of missing out“

Dazu kommt noch das Phänomen, dass wir Angst haben, etwas im Leben zu verpassen. Das nennt sich „Fear of missing out” (FOMO). Beim Durchforsten der Social-Media-Feeds hast du dabei das Gefühl, dass das Leben ohne dich stattfindet. Du siehst das vermeintlich schönere Leben Anderer, und hast danach direkt das Gefühl, dass dein eigenes Leben nicht so spannend ist, und du solche schönen Momente verpasst hast.

Bist du eventuell sogar schon ein „Smombie“?

Der Begriff „Smombie“ ist eine Kombination aus den Worten Smartphone und Zombie. Ein Smombie ist ein Mensch, der seine Umgebung kaum noch wahrnimmt, da er ständig auf  sein Smartphone schaut. Die Folgen können Unfälle, durch die Unaufmerksamkeit, und auch Nackenprobleme, aufgrund der chronisch schlechten Körperhaltung, sein.

Das Gefühl etwas zu verpassen (FOMO) und das ständige Schauen aufs Handy können bei übermäßigem Gebrauch des Smartphones letztendlich zu einer Abhängigkeit oder zur Internetsucht führen.

Phantom-Vibrations-Syndrom

Manchmal entwickeln Menschen, die dauernd das Smartphone zücken, sogar das „Phantom-Vibrations-Syndrom“.

Sie sind sich dabei ganz sicher, dass das Smartphone vibriert hat, obwohl es real nicht so ist. Es handelt sich aber nur um eine Einbildung, die mit der Realität nicht übereinstimmt.  Laut einer Studie betrifft dies vor allem junge Menschen – rund 70% von Ihnen leiden unter diesem Syndrom.

 

Wenn du dich in einigen Punkten wiedererkennst, ist es Zeit für Entschleunigung – Zeit für „Digital Detox“ !

 

Was bringt dir „Digital Detox“?

Woman relaxing outdoors and lying on grass in park

  • du findest mehr Entspannung
  • du nimmst deine Umgebung achtsam wahr und dein unsteter Geist kommt zur Ruhe
  • der Druck immer erreichbar zu sein, und etwas zu verpassen, fällt von dir ab
  • dir wird bewusst, wie es dir wirklich geht, da die Ablenkung durch das Internet / Handy fehlt
  • deine körperliche Verfassung verbessert sich, da du dich mehr bewegst und die ungesunde Körperhaltung verringert wird
  • du hast mehr Zeit für andere (entspanntere) Dinge im Leben, anstatt stundenlang im Internet zu surfen
  • du vergleichst dich weniger mit anderen und wirst dadurch automatisch zufriedener mit dir und deinem Leben
  • du hast nicht mehr das Gefühl etwas zu verpassen und erlebst stattdessen etwas in der „realen“ Welt
  • uvm.

Wie kannst du dich selbst vor übermäßigem Gebrauch sozialer Medien und des Internets, sowie vor dem zu häufigen aufs Smartphone schauen, schützen?

 

8 Tipps für mehr Entschleunigung:

  1. Beobachte dich im Alltag: Wie oft schaust du auf dein Handy am Tag / in der Stunde? Wie oft surfst du im Internet? Führe Tagebuch darüber oder nutze eine Tracking-App dafür. Du wirst erstaunt sein, wie viel Zeit du mit deinem Smartphone oder PC verbringst.
  2. Begrenze deine Zeit im Internet. Stelle dir einen Wecker oder Timer für die Nutzung deines Smartphones oder PC´s. Nimm dir z.B. immer nur abends täglich 1 Stunde Zeit, um in deinen Social-Media- Kanälen oder im Internet zu surfen, und lege danach bewusst dein Handy weg.
  3. Verzicht. Lass dein Handy doch einfach mal zu Hause. Lege es morgens ab und schaue erst abends, oder falls es dir gelingt, sogar erst am nächsten Tag nach, was du verpasst hast. Gönn dir bewusst diese Smartphone- oder Internetfreie Zeiten.
  4. Stelle alle Push-Benachrichtigungen deiner Emails oder deiner Social-Media-Kanäle aus. Das erzeugt nur den Druck, direkt zu schauen, was es Neues gibt.
  5. Prüfe alle deine Benachrichtigungen auf Ihre Wichtigkeit und lege Prioritäten fest. Nicht alles muss sofort erledigt werden.
  6. Plane dir bewusst Pausen-Zeiten vom PC oder Handy am Tag ein, in denen du dich z.B. körperlich, anstatt geistig beschäftigst. Du könntest z.B. eine Spaziergang (ohne Handy) machen, und auf deinem Weg alle Gerüche achtsam wahrnehmen, die dir begegnen. Lass dich überraschen, wie vielfältig die Geruchswelt ist, wenn du sie bewusst wahrnimmst.
  7. Such dir analoge Alternativen zu deinen am meist genutzten Smartphone-Anwendungen. Notiere z.B. all deine Termine per Hand in einen Papier-Kalender, anstatt sie in deinem Handy-Kalender zu erfassen. Damit verringerst du deine Zeit am Smartphone / im Internet.
  8. schaue dir ganz bewusst nur positive Nachrichten an – suche aktiv danach und folge z.B. diesen Kanälen. Dir werden danach immer öfter auch weitere positive Nachrichten angezeigt. Das hebt deine Stimmung und legt deinen inneren Fokus auf das Positive im Leben.

 

Entschleunigung & Resilienz

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Was ist eigentlich Resilienz und kann man resilient sein lernen?

Quellen und weitere Infos:

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psychische-erkrankungen/doomscrolling-1072302

https://de.wikipedia.org/wiki/Smombie

https://www.researchgate.net/publication/325714750_Phantom_Vibration_Syndrome_An_Emerging_Phenomenonhttps://www.postbank.de/themenwelten/innovationen/digitalstudie-2021-digital-detox-als-neuer-trend.html

https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/jomo-gegen-fomo-tipps-gegen-die-fear-of-missing-out/#:~:text=Die%20%E2%80%9EFear%20of%20missing%20out%E2%80%9C%20(FOMO)%20gilt%20als,Sofa%20das%20eigentliche%20Leben%20verpasst

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